Internetbekanntschaften und ihre Folgen

Das Internet ist nicht sicher, dass weiß mittlerweile eigentlich jeder. Ich wusste dass auch, allerdings hätte ich nie gedacht, dass ich das selbst erleben würde. Es war nichts schwerwiegendes, aber es versetzte mir dennoch einen Schreck. Ich hatte auf Fanfiktion.de gerne die Geschichten einer Autorin gelesen, die hinterher schließlich auch zu meinen "Facebook-Anhängern" zählen sollte. Irgendwann fügte ich sie auch meinen privaten Facebookfreunden hinzu. Im Urlaub bzw. ein paar Tage vorher, inspizierte ich ihre Facebookseite und laß aufeinmal, dass sie "bei Duisburg" arbeiten würde. Im folgenden Chatverlauf stellte sich heraus, dass sie manches Mal nur zwei Stadteile von mir entfernt gesessen hatte. Das Problem? Nun kein wirkliches Problem, aber etwas was mich noch heute beschäftigt, denn ich hatte sie im Osten vermutet. Ich dachte so an Leipzig oder Dresden, dieser Bereich. Nun saß sie aber nicht dort wo ich dachte, sondern nur vielleicht fünf bis zehn Kilometer von mir entfernt. Für alle, die es nicht wissen, ich lebe in Duisburg. Das ist ein kleiner Unterschied. Ich hatte ihr nichts erzählt was mir peinlich sein könnte oder müsste, doch es war schon ein gehöriger Schock. Es geht sich nicht darum, dass sie so nah dran wohnt. Es freut mich irgentwie sogar, viel mehr geht es darum, dass es auch in einem übleren Fall hätte so sein können. Ich stellte mir automatisch vor, dass ich irgendjemandem etwas über mich erzählt hätte in der Annahme, wir würden uns nie sehen und würde plötzlich erfahren, dass er im Nachbarhaus wohne. Wie ich darauf komme? Heute beginnt die Beeckerkirmes, ich werde wie jedes Jahr hingehen. Für mich ist es eine Art Tradition geworden, einmal drüber zu gehen, zu meckern was sich geändert hat und mir ein Stück Kokusnuss zu kaufen.

 

Ihr versteht nicht warum ich das erzähle?

 

Die Beeckerkirmes ist die größte Kirmes am Niederrhein. Die Chance mag vielleicht nicht groß sein, aber es wäre dennoch möglich, dass ich ihr dort irgendwo begegne. Stellt es euch mal vor: Ihr habt ein paar Facebookuntehaltungen und ein Profilfoto vom anderen und trefft ihn zufällig an einer Bude. Diese Vorstellung macht mir Angst. Würde ich sie irgendwo treffen, wäre dass nicht schlimm. Ich würde mich sogar freuen.

 

Aber es gibt auch andere Fälle, deshalb:

 

Seid bitte vorsichtiger, ihr wisst nie wer hinter dem Bildschirm sitzt, oder wie in meinem Fall, wo er sitzt!

 

 

Im übrigen, habe ich Sarah vorher gefragt, ob ich dies so schreiben darf. Ursprünglich wollte ich ihren Namen gar nicht nennen, doch da sie mich so nett bat, mache ich gerne Werbung für sie. Sie ist eine wunderbare und ideenreiche Autorin, die im Oktober ihren ersten eigenen Roman rausbringen wird. Falls ihr genaueres wissen wollt, könnt ihr euch auch einfach ihre Webseite ansehen.

 

So, ich bin dann mal weg, schauen ob sich schon irgendeiner mal wieder an unsere Hauswand entleert hat. 

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