*Rezension* Julia Bähr - Sei mein Frosch

Ein wenig verspätet kommt hier auch meine Rezension zu Julia Bährs "Sei mein Frosch". Leider bin ich nicht früher dazu gekommen, da mich erst die Gesundheit eines Familienmitglieds beschäftigte und dann meine. (Eine Stunde früher wäre es fertig gewesen, hätte ich mich nicht mit einem Widget auf HTML-Basis herumgeschlagen.)

Steckbrief:

 

Autor: Julia Bähr

Titel: Sei mein Frosch

Verlag: Blanvalet

ISBN: 978-3-442-38324-5

Genre: Liebesroman/Komödie/Frauenroman

 

Inhalt:

 

Einen Frosch zum Küssen, einen zum An-die-Wand-Klatschen

Zwar hat Viola ihren Traumjob als Anwältin ergattert, doch der Alltag mit zickigen Vorzimmerdrachen, schnöseligen Kollegen und dem eitlen Chef ist kaum auszuhalten. Sie braucht dringend Abwechslung – am besten in Form eines Dates. Bei einer Onlinebörse flirtet Viola unter falschem Namen ausgerechnet mit dem einen Kerl, mit dem sie nicht flirten darf: dem Ex-Date ihrer besten Freundin. Und als Viola dann auch noch von ihrem kontrollsüchtigen Chef auf dem Portal entdeckt wird, muss sie sich ein echt gutes Plädoyer für ihr Gefühlschaos überlegen … (Verlagswebseite)

 

Cover:

 

Das Cover zieren zwei niedliche Hunde, die unter einer Frosch-Haube stecken. Das Cover selbst ist ziemlich in grün gehalten, allerdings in einem angenehmen grün, nicht so totes-Gras-grün. Der erste Teil des Titels „Sei mein“ ist noch recht ordentlich geschrieben, der zweite Teil, der „Frosch“, sieht dagegen aus, als hätte sich ein Grundschüler mit seinem Wachsmaler daran ausgelassen. Allerdings ist es definitiv nicht als Wertung gemeint, es sieht einfach so aus und passt auch zum Cover. Und der Verlag hat das erreicht, was er wohl erreichen wollte. Mein erster Gedanke als ich dieses Cover sah war: „Gott, ist das süß!“ Mein zweiter Gedanke: „Worum geht’s da? Und wo bekomme ich das?“

 

Was kann noch dazu gesagt werden:

 

Schon nach den ersten 50 Seiten war eigentlich klar, was passieren würde. Sie ist in ihren Kollegen verliebt, der will sie aber nicht, also sucht sie nach jemand anderem und findet ihn. In dem Freund ihrer Freundin. Die Geschichte ist nicht neu, in der Mitte fragte ich mich schließlich auch, ob das Buch noch irgendwas Neues bringen würde und das tat es tatsächlich. Zuerst habe ich mich gefragt, ob die Story noch schräger werden konnte. Ja sie konnte und wurde. Ich wollte fassungslos den Kopf schütteln, noch fassungsloser den Kopf auf die Tischplatte knallen und ihr regelmäßig eine Ohrfeige verpassen, dass sie wieder zu sich kommt. Am Ende saß ich hier laut lachend und hätte sie am Liebsten noch mal geschüttelt. Tatsächlich fühlt es sich gerade an als wäre das Buch viel zu schnell zu Ende gewesen.

 

Fazit:

 

Die Geschichte ist uralt und abgenutzt. Man hat zeitweise das Gefühl man hätte es mit der 70. Wiederholung des 31. Remakes zu tun und dennoch kann ich nicht anders, als ein Wahnsinn (volle Punktzahl) zu vergeben. Die Geschichte ist im 21. Jahrhundert angekommen, ist herrlich verrückt und lässt einen auch Tage danach noch schmunzeln. Es war großartig auf seine ganz eigene Art und hat mal wieder gezeigt, dass sich durchhalten lohnen kann. Storylängen konnte das Buch mit viel Witz und Chaos am Ende wieder ausgleichen. Deshalb wie gesagt die volle Punktzahl für eine Neuauflage und Interpretation eines Schemas, das wir alle kennen.

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