*Rezension* Mary R. Smith - Lorenzo

Kleiner Tipp am Rande Leute: Nicht Abends anfangen zu lesen. Ich konnte es einfach nicht mehr weglegen, sodass ich vergangene Nacht erst um 4 Uhr einschlief. (Ein Kapitel vor Ende.)

Steckbrief:

 

Autor: Mary R. Smith

Titel: Lorenzo

Verlag: Selfpublisher

ISBN: 978-1519157867

Genre: Gay-Romance

 

Inhalt:

 

Schon lange ist Lorenzo nicht mehr zufrieden mit seinem Leben, doch er ist zu bequem etwas daran zu ändern. Sein Dasein gleicht einem Versteckspiel. Sollten Lorenzos streng katholische Eltern jemals herausfinden, dass er schwul ist, würde die Hölle ihre Pforten öffnen.

 

Der einzige Lichtblick in seinem Leben ist die ehrenamtliche Tätigkeit in der Pfarrgemeinde, die ihm sehr am Herzen liegt. ›Gott hat für jeden einen Plan‹, ist der Leitsatz seines Mentors. Als dieser jedoch aus seinem Leben scheidet, gerät für ihn die Welt ins Wanken. Auf der Suche nach Ablenkung geht er mit Freunden in einen Londoner Nachtclub und lernt dort Nicolas kennen, der ihn auf der Stelle in den Bann zieht. Doch Nicolas birgt ein Geheimnis. Obwohl Lorenzo genau weiß, dass ihre Beziehung keine Zukunft hat, lässt er sich auf Nicolas ein. (Webseite der Autorin)

 

Cover:

 

Es ist sehr dunkel gehalten und wahrscheinlich hätte es mich abgeschreckt, aber ich bin froh, dass es das nicht hat. Das Cover passt ausgezeichnet zu diesem Roman, das warum werdet ihr gleich lesen. Den Bildhintergrund bildet eine Kirche, sie ist umgeben von Bäumen und wie das ganze Cover in einem dunklen Ton gehalten. Im Vordergrund sieht man die Konturen einer Schlange und eines Apfels. Ich finde das Cover durchaus passend für den Roman, aber es mag mir nicht ganz gefallen. So viel Grau und Schwarz muss nicht sein, aber vor allem den Titelschriftzug finde einfach nicht schön. Die Schriftart und dann der harte Unterschied, dadurch, dass er Weiß ist. Nein Danke.

 

Was kann noch dazu gesagt werden:

 

Lorenzo hat es wirklich nicht leicht, er macht es sich aber leicht. Das klingt verwirrend, ich weiß. Eben weil er es sich so leicht macht, hat er solche Probleme. Er wohnt mit 25 Jahren immer noch zu Hause bei seinen Eltern, lässt sich von seinem Vater ausnutzen, verhöhnen und drangsalieren. Besser macht es da auch nicht sein dauerndes Gejammer über seinen Vater. Dennoch fiebert man mit ihm mit, hofft, dass doch noch alles gut ausgeht und er endlich ein besseres Leben führen kann. Er liebt seinen Dienst in der Kirche, obwohl er der Kirche als Institution nichts abgewinnen kann. Als dann auch noch seine wichtigste Bezugsperson verstirbt, ist er mit den Nerven am Ende. Ein Lichtblick ist da sein One-Night-Stand im Darkroom, würde er ihn nur nicht am nächsten Tag plötzlich wiedersehen und gleichzeitig sein Geheimnis entdecken. Es könnte so leicht in Lorenzos Leben sein, ist es aber nicht. Ich muss sehr aufpassen, dass ich nicht zu sehr ins Schwärmen gerate und euch kolossal spoilere.

 

Fazit:

 

 

Das Cover gehört definitiv nicht zu meinen Lieblingen, aber man soll ein Buch ja nicht nur nach seinem Einband beurteilen. Lorenzo ist eines meiner Highlights dieses Jahres – okay, es ist auch noch nicht so alt … -, aber ihr solltet gewarnt sein, wenn ihr einmal damit anfangt, könnt ihr nicht mehr damit aufhören. Darum gibt es von mir heute ein gut und eine klare Kaufempfehlung. Noch ein kurzer Tipp: Macht am Abend noch die Kaffeemaschine soweit fertig, dass ihr nur noch ein Knöpfchen drücken müsst. Lorenzo lässt euch nicht schlafen.

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