Adventskolumne - 2. Advent


Dieses Mal ist es nicht philosophisch hochtrabend, es ist kein ellenlanger Monolog über Notizbücher oder ein flacher Witz über die Weihnachtsgans. Es geht sich viel mehr um Weihnachtsfilme, Geschenke für nicht so nette Mitbürger, gute Lieder und einen vielleicht lustigen Weihnachtswitz. Nun denn, zur eigentlichen Kolumne bitte nach Unten scrollen. Bis nächste Woche.

 


Kolumne

Eigentlich wollte ich mich diese Woche wieder von der Predigt inspirieren lassen, doch leider kam ich nicht dazu in die Kirche zu gehen. Gedanklich verweile ich noch immer beim Thema Dankbarkeit, doch ich möchte euch nicht noch einmal damit langweilen – und ich bin mir sicher euch zumindest heute zu langweilen, wenn ich wieder von Dankbarkeit spreche. Wir könnten uns nun also über die wahre Bedeutung Weihnachtens, die inneren Werte oder meinem fehlenden Weihnachtsgefühl unterhalten – bzw. ich halte einen Monolog darüber – oder aber, wir reden über Weihnachtsfilme.

 

Also Weihnachtsfilme. Was kann man da großartig drüber sagen?

 

Ich sortiere Weihnachtsfilme immer in zwei Kategorien ein, Weihnachtsfilme und Filme die an Weihnachten spielen. Das ist für mich nicht unbedingt dasselbe, obwohl ich beide Arten mag. Mal ein Beispiel für die erste und die zweite Kategorie: Der kleine Lord und Noch einmal Ferien. Beides sind Filme die ich einfach liebe, nicht oft schaue aber liebe.

 

Wenn der kleine Lord läuft, muss ich nicht mehr fragen, dann ist bald Weihnachten. Abends auf dem Sofa sitzen, die warme Fleecedecke über den Beinen, ein heißer Kakao, ein paar Kekse und der kleine Lord – herrlich! Ich liebe die Geschichte, die Landschaft und dieses Gefühl, dass nicht alles zwanghaft neu sein muss, um gut zu sein.

 

Ich liebe Weihnachtsfilme, es gibt für mich kaum was schöneres zur Weihnachtzeit als eine Handvoll bestimmter Filme. Sie lehren uns Mitgefühl, Wertschätzung für die kleinen Dinge und ja auch Dankbarkeit. Kleine Kinderaugen, die freudigglänzend den Berg Geschenke anvisieren. Ein wenig Kitsch und ein Hauch Drama. Das ist für mich der perfekte Weihnachtsfilm und beinahe alles davon trifft auf den kleinen Lord zu. Ja ich gebe es zu, ich liebe diesen Film.

 

Filme die an Weihnachten spielen, wie halt zum Beispiel ›Noch einmal Ferien‹, kann ich durchaus das ganze Jahr über sehen. Für mich sind das einfach keine wahren Weihnachtsfilme, natürlich sie spielen an Weihnachten, aber ein Zombiefilm kann auch an Weihnachten spielen und gilt dennoch nicht als Weihnachtsfilm, oder? Aber ja auch diese Filme machen Spaß zu Weihnachten, vermitteln aber zumindest mir nicht so den Geist der Weihnacht.

 

Oh beinahe hätte ich noch die dritte Kategorie vergessen, die Trickfilme. Trickfilme sind für mich das Nonplusultra. Eine Bekannte hat es schön auf den Punkt gebracht ›Trickfilme erinnern mich immer an meine eigene Kindheit‹. Gut bei mir ist die Kindheit noch nicht lange her, aber egal ob Micky Maus, Tom und Jerry oder andere Zeichentrickserien und Filme. Ich liebe sie, sie geben mir ein Gefühl von wieder Kindsein, von Weihnachten und Heimeligkeit.

 

Letztlich ist es aber wie bei jeder anderen Sache im Leben, solange es euch glücklich macht, ist alles perfekt. Schaut was euch gefällt und genießt die Weihnachtszeit.

 

(Hatte das jetzt eigentlich Substanz, oder war das ganz viel Gelaber um den Kern herum? Wenn es keine Substanz hatte, tut es mir furchtbar leid, aber ich hatte Hunger und mir ging es nicht gut. :( )

Geschenketipp

Nun zu den Geschenketipps, die fallen dieses Mal recht spärlich aus, regen euch aber hoffentlich dennoch zu ein paar Geschenken, an nicht so liebe Mitmenschen, an. Denn ihr wisst ja, auch Schenken kann Freude machen. Wenn nicht dem Beschenkten, dann immerhin euch.

 

Der Hater, der euch in ›Sozialen‹ Medien fertigmacht: Gehört er zu jenen, die nicht schreiben können? Die solche Texte wie »Ich hase dich !einsdrölf!1« oder »du bist foll doff und scheize« absondern? Herzlichen Glückwunsch du hast einen Idioten an der Backe. Das perfekte Geschenk? EIN DUDEN! Ähm, Verzeihung, das sollte natürlich »DUTEN!« heißen.

 

Der Besserwisser: Kennen wir die nicht alle? Das heißt so und so, das Ergebnis lautet aber eigentlich so, das ist kein Pulverschnee, sondern soundsolcher Schnee? Oh ja, ein Besserwisser wie er im Buche steht. Was man da schenken kann? Ein Buch. Ein Mathebuch! Das hat nämlich zwei Vorteile, erstens er kann noch mehr Besserwissen zweitens, ihr könnt es ihm über den Schä… nein ich will euch ja zu keiner Straftat verleiten.

 

Und zum Schluss, der unliebsame Nachbar: Selbstgemachte Pralinen. Mehr kann ich dazu nicht sagen. Ach doch noch ein Geheimrezept: Die besten Pralinen für unliebsame Nachbarn sind die Schoclios e aglio. Dazu taucht ihr einfach Knoblauchzehen in flüssige Schokolade, lasst sie festwerden und verpackt sie dann nett. Guten Appetit.

(Empfiehlt sich aber nur, wenn ihr glaubhaft beteuern könnt, es nicht gewesen zu sein oder sowieso wegzieht. ;) )

Musik

Die Klassiker wie Oh Tannenbaum, Stille Nacht, Schneeflöckchen und all die anderen – Verschiedene Interpreten – Kindheitserinnerungen in Liedform. Ich mag besonders die deutschen Versionen aber auch die englischen Interpretationen wie ›O Christmastree‹ und ›Silent Night‹ höre ich immer wieder.

 

Christmas for Cowboys – John Denver – Keine Ahnung warum, aber dieses Lied ist einfach grandios und lief diese Woche nicht nur einmal. (Oh Moment, könnte am Interpreten liegen, von dem gefällt mir so manches.)

 

Because It’s Christmas – Barry Manilow – Geil!

 

Silent Night – Johnny Cash – Das Stück muss ich unabhängig von den Klassikern noch einmal hervorheben. Diese Stimme, dieses Timbre, ahhh. Gott ich liebe diese Stimme und ganz besonders diese Interpretation, die könnte ich immer wieder hören. 

Humor

Hier folgt der, für diese Reihe obligatorische, Abschlusswitz. (Wenn ihr einen Weihnachtswitz habt, nur her damit. Ich liebe gute Witze.)

 

 

Der Familienvater will seine vierjährige Tochter zu Weihnachten überraschen. Er leiht sich ein Weihnachtsmannkostüm, zieht es sich im Schlafzimmer an, bewaffnet sich mit Sack und Rute und geht in das Wohnzimmer. Seine Frau und die gemeinsame Tochter warten schon gespannt, so sagt er dann so würdevoll er kann sein Sprüchlein auf:

 

»Vom Walde draußen komm ich her.

Ich muss euch sagen, es Weihnachtet sehr,

und überall auf den Tannenspitzen,

sah ich die goldenen Lichtlein blitzen.«

 

Darauf die Tochter mit großen Augen zu ihrer Mutter: »Mama? Ist Papa mal wieder besoffen?«


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